Asset-Management

Die Versorgungsinfrastruktur ist ein komplexes System aus zahlreichen technischen Komponenten. Das Asset-Management dient dazu, die Anlagen, auch »Assets« genannt, effektiv und nachhaltig zu bewirtschaften.

Ein komplexes System

Die Versorgungsinfrastruktur besteht aus Bauwerken, Rohrleitungen, Armaturen, Aufbereitungsund Druckerhöhungsanlagen, Brunnen, Quellen, Trinkwasserbehältern, elektrischen Anlagen, Automatisierungstechnik, Fernmeldekabel und vielem mehr. Grundlage des Asset-Managements ist die systematische Erfassung und Dokumentation der Komponenten. Die Dokumentation erfolgt für die Rohrleitungen in einem geographischen Informationssystem (GIS) und für sämtliche andere Anlagen in einem verfahrenstechnischen Informationssystem.

Im Versorgungssystem befinden sich die Anlagen in sämtlichen Phasen ihres Lebenszyklus: Planung und Neubau, Instandhaltung und Umbau sowie Stilllegung und Rückbau.

Die nachhaltige Bewirtschaftung der Wasserversorgungsinfrastruktur basiert auf einer risikobasierten Instandhaltungsstrategie. Unterschiedliche Asset-Gruppen werden anhand von spezifischen Bewertungsmodellen evaluiert. Anhand dieser Systembewertung wird der Investitionsbedarf und die Priorisierung von Maßnahmen ermittelt.

Unter der Leitung von Dipl.-Ing. Dominik Nottarp-Heim kümmert sich ein Team von vier Mitarbeitern um die Dokumentation der Anlagen sowie um die technischen Managementsysteme.

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Wasserwerke

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Brunnen

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Quellen

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Transportleitungen

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Behältervolumen

Geoinformation – wichtige Datengrundlage

Ein Geoinformationssystem (GIS) ist ein System zur Darstellung und Bearbeitung von Geodaten – Daten, denen eine räumliche Lage zugewiesen wurde. Mit dem GIS können komplexe Sachverhalte strukturiert dargestellt, präsentiert und analysiert werden. In der Wasserversorgung sind dies in erster Linie die Lage der Wasserleitungen und alle dazugehörigen Informationen, wie Alter, Material und Dimension der Leitung.

Zuverlässige Planung durch GIS

Planungsingenieure müssen in allen Prozessstufen auf qualitätsgesicherte Ausgangsdaten zurückgreifen können. Mit dem GIS lassen sich raumbezogene Daten einfach erfassen, analysieren und kartieren. Auf dieser Basis lassen sich auch komplexe Infrastrukturmaßnahmen präzise planen.

Amphibien-Reptilienschutzzaun

Vor Beginn von Baumaßnahmen werden Schutzzäune errichtet, damit Amphibien und Reptilien sicher in ihrem gewohnten Lebensraum verbleiben.

Erfassung von Geodaten

Die Ersterfassung geschieht in der Regel durch Digitalisierung analoger Datenbestände. Zur Aktualisierung der Datenbestände werden die Werte direkt vor Ort erfasst und dann in das Computersystem eingespielt.

Versorgungsgebiet

Technisches Kernstück der regionalen Wasserversorgung von Hessenwasser ist das regionale Leitungsverbundnetz mit rund 350 Kilometern groß dimensionierten Trinkwassertransportleitungen.

© Sliwka Landschaftsplanung

Themen-Infothek

190304_Was man nicht kennt... D.Nottarp-Heim_ZfK Download
Infrastruktur-Management bei Hessenwasser (Inside-Out), 02/2014 Download