Der Bau der neuen Riedleitung

Die neue Riedleitung ist eines der wichtigsten Investitionsprojekte. Die 35 km lange Leitung ist die Hauptschlagader für die Wasserbeschaffung aus dem Hessischen Ried.

Von der Riedleitung hängt die Trinkwasserversorgung von über einer Million Menschen in der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main ab. Die Leitung ist rund 55 Jahre alt. Um sie zu sanieren, braucht es eine Dopplung. Investitionen in die Infrastruktur sind vergleichbar mit einem Marathonlauf. Das gesamte Projekt ist bis zum Jahr 2030 geplant, gegliedert in vier Teilabschnitte. Die ersten vier Kilometer sind im September 2018 in Betrieb gegangen.

Projektmeldungen

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Überprüfen der Sondierstange
Mit 50 Kilogramm in den Boden - Baugrunduntersuchungen bei Gernsheim entlang der geplanten Trasse

Tack-tack-tack – es hört sich an wie bei der Jahrmarkt Attraktion „Hau den Lukas“, wo mit schweren Schlägen ein Gewicht nach oben geschleudert wird. Nur hier geht es in die andere Richtung: bei den Kernrammsondierungen saust ein 50 Kilogramm schweres Gewicht auf eine ein Meter lange Eisenstange, die sich langsam in den Boden gräbt. Wieder und wieder. Die Anzahl der Schläge, die nötig ist, um die...

 

Sondierbohrung des Kampfmittelräumdienstes
Vorbereitungen für die Baugrunduntersuchungen haben begonnen

Im Zuge der Planungen für den südlichen Bauabschnitt der Neuen Riedleitung wird entlang der Trasse vom Wasserwerk Allmendfeld bis Riedstadt-Wolfskehlen mit Maßnahmen für die Baugrunduntersuchungen begonnen. In der Woche vom 26. Juli bis 30. Juli wird der Kampfmittelräumdienst die geplanten Sondierungspunkte überprüfen.
Ab dem 2. August werden im Laufe von rund zwei Monaten die eigentlichen...

 

Technische Informationen

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Karte des Bauabschnitt Süds der Neuen Riedleitung vom Wasserwerk Allmendfeld bis Riedstadt-Wolfskehlen
Planfeststellungsverfahren: Beteiligung der Öffentlichkeit hat begonnen

Hessenwasser hat für den Abschnitt Süd der Neuen Riedleitung vom Wasserwerk Allmendfeld bis Riedstadt-Wolfskehlen Anfang des Jahres die behördliche Genehmigung im Rahmen eines Planfeststellungsverfahrens beim Regierungspräsidium Darmstadt beantragt. Die Antragsunterlagen können auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Darmstadt öffentlich eingesehen werden.

 

Flyer Neue Riedleitung
Flyer Neue Riedleitung

Die wichtigsten Informationen auf einen Blick im Flyer Neue Riedleitung.

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Der Bauabschnitt Süd geht ins Planfeststellungsverfahren

Die Riedleitung ist ein wesentlicher Bestandteil des regionalen Trinkwasserleitungsverbunds in Südhessen.

 

Das Projekt NEUE RIEDLEITUNG

Eines der größten Trinkwasserinfrastrukturprojekte in Hessen

 

Aktueller Trassenplan

Die Planungen von wichtigen Infrastrukturprojekten sind vergleichbar mit einem Marathonlauf: gute Vorbereitung und ein langer Atem sind hier unerlässlich. Im Zuge der umfangreichen Voruntersuchungen haben wir die Trassenführung angepasst.

 

Schutzgut Boden

Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens zur Neuverlegung des Süd-Teils der neuen Riedleitung werden die verschiedenen Schutzgüter wie Flora, Fauna, Klima, Wasser und Landschaft betrachtet.

 

Baugrunduntersuchungen

Nachdem die umfangreichen Untersuchungen zu Natur-, Umwelt- und Artenschutz abgeschlossen sind, finden auf der geplanten Trasse für den zweiten Abschnitt der Neuverlegung der Riedleitung erste Baugrunduntersuchungen statt. Hier arbeitet Hessenwasser mit dem Baugrundinstitut Franke-Meißner und Partner aus Wiesbaden zusammen. Die Erkundung der Baugrund-und Grundwasserverhältnisse ist die Basis für...

 

Es geht weiter – zweiter Abschnitt der neuen Riedleitung in Planung

Der nächste Startschuss ist gefallen: Die Planungen für den Bau des zweiten Abschnitts der neuen Riedleitung sind angelaufen. In Abstimmung mit dem Regierungspräsidium Darmstadt bereiten wir das Planfeststellungsverfahren vor.

Der 17 km lange Abschnitt umfasst den südlichen Teil der Leitung und verläuft vom Wasserwerk Allmendfeld bis nach Riedstadt-Wolfskehlen.

Wir wollen natürlich so wenig wie...

 

Etappenziel erreicht – erster Abschnitt der neuen Riedleitung in Betrieb

Geschafft: Der erste vier Kilometer lange Bauabschnitt der neuen Riedleitung von Rüsselsheim-Haßloch bis nach Raunheim geht in Betrieb. Das acht Millionen Euro teure Projekt wurde innerhalb von zwölf Monaten fertiggestellt. Damit liegen wir sowohl mit der Kalkulation als auch mit der Bauzeit voll im Plan. Das hat Seltenheitswert – hat uns auch Regierungspräsidenten Brigitte Lindscheid bei der...

 

Flyer Neue Riedleitung

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Broschüre Neue Riedleitung

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Nächster Abschnitt der Neuen Riedleitung in Planung

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Technische Informationen

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Die Riedleitung ist die Lebensader der Trinkwasserversorgung der Rhein-Main-Region. Bis zu 40 Prozent des täglichen Trinkwasserbedarfs des Ballungsraums fließen durch die rund 34 Kilometer lange Leitung, die bereits 1964 in Betrieb genommen wurde. Die über 55 Jahre alten Leitung wurde aus Spannbeton errichtet. Mit zunehmendem Alter erhöht sich das Havarierisiko bei diesem Werkstoff, was bedeutet, dass die Leitung im Schadensfall bricht und damit schlagartig komplett ausfällt.

Nach heutigem Stand der Technik werden Trinkwassertransportleitungen dieser Bedeutung grundsätzlich redundant ausgelegt. Das heißt, es gibt eine zweite Leitung, durch die das Trinkwasser im Falle einer Störung oder bei anstehenden Sanierungsarbeiten transportiert wird. Mit einer zweiten Leitung wäre bei Ausfall der bestehenden Rieldleitung die Trinkwasserversorgung weiterhin sichergestellt.


Die neue Leitung wird rund 40 Kilometer lang und wird in vier Bauabschnitten verlegt. Ein erster, vier Kilometer langer Abschnitt bei Rüsselsheim-Haßloch ist bereits seit Sommer 2018 in Betrieb. Der aktuell in der Antragstellung befindliche südliche Abschnitt verläuft vom Wasserwerk Allmendfeld bis zum Anschluss an die Bestandsleitung bei Riedstadt- Wolfskehlen und ist rund 18 km lang.


Die Trassenplanung erfolgt nach folgenden Grundsätzen:

- Schutzgebiete für Natur und Arten und ökologisch sensible Gebiete meiden
- Bodendenkmäler meiden
- Trinkwasserschutzgebiete der Zone II meiden
- möglichst entlang vorhandener Leitungen, Straßen, Bahngleisen etc. planen
- einen möglichst kurzen, gradlinigen Trassenverlauf wählen.

Das Gebiet des südlichen Teils der neuen Riedleitung ist landwirtschaftlich geprägt. Die Belange der Landwirtschaft wurden berücksichtigt, indem die Trasse möglichst unter oder entlang bestehender Wege verläuft und landwirtschaftlich genutzte Flächen geringstmöglich berührt oder zerschneidet. Hinweise der betroffenen Städte und Gemeinden sowie von anderen Infrastrukturbetreibern zu künftigen Planungen waren zu beachten. Neben betriebstechnischen Belangen spielen bei einem Investitionsprojekt dieser Größenordnung selbstverständlich auch wirtschaftliche Aspekte eine nicht unerhebliche Rolle.

 


Planungen zur Errichtung von Anlagen der Infrastruktur wie einer Trinkwassertransportleitung durchlaufen verschiedene Phasen.  Ausgehend von einer Machbarkeitsprüfung, über Vorplanung und Genehmigungsplanung wird die Planung immer weiter konkretisiert bis hin zur Detailplanung für die spätere Bauausführung (Ausführungsplanung). 

Für das Vorhaben „redundante Neuverlegung der Riedleitung Süd-Teil“ wurde Mitte Februar 2021 beim Regierungspräsidium Darmstadt der Antrag auf ein Planfeststellungsverfahren gestellt. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung des Vorhabens ist Bestandteil des Verfahrens. Das Planfeststellungsverfahren sieht eine breite Öffentlichkeitsbeteiligung vor.


Am 20. Juni 2021 eröffnete das RP Darmstadt als verfahrensführende Behörde die öffentliche Auslegung der Antragsunterlagen im Rahmen des Planstellungsverfahrens.  Die Antragsunterlagen lagen vom 21. Juni bis zum 20. Juli für in den betroffenen Kommunen (Riedstadt, Griesheim, Pfungstadt und Gernsheim) öffentlich aus bzw. waren im Internet über die Webseite des Regierungspräsidiums Darmstadt zugänglich. Alle, deren Belange durch das Vorhaben berührt werden, konnten sich zu den Antragsunterlagen äußern, Hinweise geben oder Einwendungen erheben. Einzelheiten dazu und den weiteren Verfahrensablauf hat das Regierungspräsidium Darmstadt am 18. Juni in einer öffentlichen Bekanntmachung (ÖB_Riedleitung) dargelegt. (Stand: 03. August 2021)

Die Antragsunterlagen zur Umweltverträglichkeitsprüfung können Sie hier einsehen.


In Vorbereitung für die spätere Bauausführung liefern Baugrunduntersuchungen vertiefte Kenntnisse über die Beschaffenheit des Untergrunds im Trassenverlauf, wie zum Beispiel Bodendichte, Wasserdurchlässigkeit und Tragfähigkeit. Es kommen dabei Rammsonden und Kernbohrungen zum Einsatz..Die Untersuchungen finden auf ausgewählten Grundstücken entlang der gesamten Trasse statt. Voraussetzung für die Sondierungen des Baugrundes ist die Zustimmung der Eigentümer. Bei der Auswahl der Standorte für die Sondierung und bei der Zeitplanung für die Durchführung der Maßnahmen wurden die Gegebenheiten und Abläufe der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung berücksichtigt. Der eigentlichen Baugrunduntersuchung gehen jeweils routinemäßige Sondierungsmaßnahmen des Kampfmittelräumdienstes des RP Darmstadt voraus.
Der Zeitplan ist wie folgt:
  - Vor jeder Baugrunduntersuchung muss das Vorhandensein von Kampfmitteln ausgeschlossen werden.
  - Die kampfmitteltechnische Freimessung findet in der 30. KW statt.
  - Die eigentliche Baugrunduntersuchung werden rund zwei Monate dauern.
Für eventuelle Fragen hinsichtlich der Sondierungen steht Ihnen Herr Großklaus unter der Telefonnummer 069/25490-7108 oder unter silvan.grossklaus@hessenwasser.de jederzeit gerne zur Verfügung.


Die Bewässerung während der Bauzeit ist gesichert. Feldbrunnen, sofern sie betroffen sind, werden aufrechterhalten oder es wird für Ersatz gesorgt. Im Rahmen der weiteren Ausführungsplanung werden die bereits ermittelten und vermessenen Feldbrunnen im Detail betrachtet und individuelle Lösungen mit den betroffenen Landwirten abgestimmt. Dies geschieht innerhalb der rund dreieinhalbjährigen Bauzeit rechtzeitig im Vorfeld des jeweiligen Bauabschnitts.


Die Breite des Schutzstreifens definiert eine Norm. Der Schutzstreifen beträgt 10 Meter. Innerhalb dieses Schutzstreifens dürfen keine Bauwerke errichtet oder tiefwurzelnde Pflanzen gesetzt werden. Eine gewöhnliche landwirtschaftliche Nutzung ist weiterhin ohne Einschränkungen möglich, das heißt der Schutzstreifen darf mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen befahren werden.


Alle Grundstückseigentümer*innen werden schriftlich kontaktiert, um über die Art der geplanten Grundstücksnutzung zu informieren und die Erlaubnis einer temporären oder dauerhaften Nutzung einzuholen. Hierbei arbeitet Hessenwasser mit der Hessischen Landgesellschaft mbH (HLG) zusammenarbeiten. Die HLG bringt als Expertin für Grund und Boden ihre langjährigen Erfahrungen in der Umsetzung umfangreicher Flächensicherung für Infrastrukturvorhaben ein.

Die Höhe der Entschädigung richtet sich nach den Auswirkungen auf das jeweilige Einzelgrundstück und dem erforderlichen Grundstücksnutzungsrecht. Weiterhin werden auch mögliche Ernteausfälle berücksichtigt, die durch einen externen Gutachter ermittelt werden.

Weitere Informationen:
Homepage HLG  
Zusammenarbeit Hessenwasser und HLG