Umlegung einer Trinkwassertransportleitung (DN500) im Frankfurter Stadtwald

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Blick in die Baugrube nach dem Rückbau des Tiefpunkts
S-Bahn-Trassen durchqueren den Stadtwald (c) Google-Maps (Bild 1)
Unterquerung der S-Bahn-Trasse (Plan) (Bild 2)
Tiefpunkt im Querschnitt (Planzeichnung) (Bild3)
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Trinkwasser-Transportnetz

Durch die Anbindung des neuen Stadtteils Gateway Gardens am Frankfurter Flughafen mit einer neue S-Bahn-Trasse wurde die bestehende Trasse aus den frühen 1970er Jahren obsolet und konnte zurück gebaut werden. Damit konnte auch die Unterquerung der S-Bahn-Trasse, die seinerzeit in eine Trinkwassertransportleitung aus dem Jahr 1888 eingefügt werden musste, zurück gebaut werden.

Seit Ende 2019 Ist der neue Stadtteil Gateway Gardens am Frankfurter Flughafen über eine neue S-Bahn-Trasse an die Innenstadt angebunden. Rund 15 Minuten dauert die Fahrt mit der S8 vom Frankfurter Hauptbahnhof bis Gateway Gardens Mitte bzw. eine Station weiter zum Regionalbahnhof am Frankfurter Flughafen

Mit der Inbetriebnahme der komplett neu geplanten S-Bahn-Trasse, die östlich der A5 den Frankfurter Stadtwald quert, wurde die zu Beginn der 1970-Jahre errichtete S-Bahn-Linie westlich der A5 entbehrlich. Sie wurde in den letzten beiden Jahren zurückgebaut.

Das Satellitenbild auf Google-Maps zeigt deutlich beide Trassen, die als breite kurvige Bänder das vom rechteckigen Muster der Brandschneisen geprägte Bild des Stadtwalds durchziehen (Bild 1).

Dort, wo die alte Trasse im nördlichen Scheitelpunkt nach Süden in Richtung Flughafen abschwenkt musste bei der Verlegung der Trasse eine Trinkwassertransportleitung gekreuzt werden (Bild 2).

Diese Leitung mit dem Durchmesser 50 cm (DN500) wurde im Jahr 1888 verlegt und liefert das Trinkwasser aus dem seinerzeit neu errichteten Wasserwerk Hinkelstein nach Frankfurt Sachsenhausen. Seit 1902 läuft das Trinkwasser bis heute in den auf dem Sachsenhäuser Berg im eigens dafür angelegten Park (heute Boehle-Park) errichteten Trinkwasserbehälter.

Bei Bau der S-Bahn zu Beginn der 1970er Jahre wurde für die Querung der Trasse ein Stück der Trinkwassertransportleitung in einer Betonunterführung unterhalb der Trasse neu verlegt. Damit wurde hydraulisch ein sogenannter Tiefpunkt (Bild 3) geschaffen, der nun, nachdem die S-Bahn-Trasse obsolet geworden ist, wieder zurückgebaut werden konnte.

Ab Februar wurden im Laufe von 4 Wochen 330 Meter Transportleitung DN500 (duktile Gussrohre mit Zementmörtelauskleidung) sowie Armaturen in einer neuen Trasse in der Verlegetiefe der Bestandsleitung von1888 neu verlegt und eingebunden.

Gegen Ende der Maßnahmen haben wir unseren Projektleiter Johannes Möbs M. Sc. einmal auf der Baustelle besucht.

Inside-Out Video-Podcast 02-2021

 

 

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